Ticket-AGB
Fassung ticket-agb-2026-09-08-entwurf · Stand September 2026
Diese Bedingungen gelten für Ticketbuchungen über den MIGNON Ticketshop. Für individuell geplante Exklusivveranstaltungen gelten weiterhin die Veranstaltungs-AGB unter migus.de.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Anbieter und Vertragspartner ist die Mignon GmbH & Co. KG, Osdorfer Landstraße 380, 22589 Hamburg, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 111352, USt-IdNr. DE270595621.
Diese Ticket-AGB gelten für alle Buchungen von Veranstaltungstickets über diesen Shop. Als B2B gekennzeichnete Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Unternehmen, Selbstständige und Organisationen im Sinne des § 14 BGB. Mit der Buchung bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
Abweichende Bedingungen des Kunden, insbesondere Einkaufsbedingungen, werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird. Individuell getroffene Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen Bedingungen.
2. Leistungsgegenstand
Gegenstand des Vertrags ist die Teilnahmeberechtigung einer bestimmten Personenzahl an einer terminierten Veranstaltung mit den auf der jeweiligen Eventseite beschriebenen Inklusivleistungen. Maßgeblich ist die Leistungsbeschreibung zum Zeitpunkt der Buchung; sie wird mit der Buchung gespeichert und mit der Bestätigung übermittelt.
Änderungen des Programmablaufs oder der Besetzung bleiben vorbehalten, soweit sie den Charakter der Veranstaltung nicht wesentlich verändern und für den Kunden zumutbar sind. Getränke außerhalb gebuchter Pauschalen sowie die Garderobe sind gesondert vor Ort zu zahlen, sofern auf der Eventseite nichts anderes angegeben ist.
3. Vertragsschluss
Die Darstellung der Veranstaltungen im Shop ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Mit dem Klick auf „Zahlungspflichtig bestellen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Vor dem Abschluss werden Termin, Personenzahl, gebuchte Optionen, Gesamtpreis, Umsatzsteuer und Zahlungsart zusammengefasst und können korrigiert werden.
Der Vertrag kommt mit der Buchungsbestätigung per E-Mail zustande. Der Vertragstext wird gespeichert und dem Kunden gemeinsam mit diesen Bedingungen in der zum Buchungszeitpunkt gültigen Fassung übermittelt. Vertragssprache ist Deutsch.
4. Preise und Umsatzsteuer
Alle Preise für B2B-Veranstaltungen verstehen sich netto pro Person zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Bruttobetrag wird vor dem Abschluss ausgewiesen. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Buchung angezeigte Preis; eine nachträgliche Anpassung findet nicht statt.
Für jede Veranstaltung gilt die auf der Eventseite angegebene Mindest- und Höchstpersonenzahl je Buchung. Leistungsort ist der Veranstaltungsort; die Leistung unterliegt daher der deutschen Umsatzsteuer (§ 3a Abs. 3 Nr. 5 UStG), auch bei Kunden mit Sitz im Ausland. Das Reverse-Charge-Verfahren findet keine Anwendung.
5. Zahlung und Rechnung
Zur Verfügung stehen die im Checkout angebotenen Zahlungsarten. Der Kauf auf Rechnung steht ausschließlich Unternehmen offen und ist bis 21 Tage vor dem Veranstaltungstermin wählbar. Danach ist ausschließlich Onlinezahlung möglich.
Bei Rechnungskauf ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum fällig, spätestens jedoch zu dem auf der Rechnung genannten Datum. Das Fälligkeitsdatum ist kalendermäßig bestimmt; mit seinem Ablauf tritt Verzug ohne gesonderte Mahnung ein (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB). Es gelten die gesetzlichen Verzugszinsen; gegenüber Unternehmen wird zusätzlich die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB berechnet.
Tickets werden erst nach vollständigem Zahlungseingang bereitgestellt. Geht die Zahlung trotz Fristsetzung nicht ein, ist der Anbieter berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und die Plätze freizugeben; bereits entstandene Ansprüche bleiben unberührt.
Der Kunde stimmt der elektronischen Übermittlung von Rechnungen zu, sowohl als Druckansicht als auch als zusätzliche XML-Datei im CII-Format.
6. Tickets, Einlass und Weitergabe
Tickets werden elektronisch mit einem QR-Code bereitgestellt. Jeder Code berechtigt zu genau einem Einlass und wird beim ersten Scan entwertet. Der Kunde ist für die vertrauliche Behandlung der Codes und deren Verteilung an seine Gäste verantwortlich.
Die Weitergabe an die eigenen Gäste ist ausdrücklich gestattet. Der gewerbliche Weiterverkauf, das Anbieten auf Zweitmarktplattformen sowie die Nutzung zu Werbezwecken ohne Zustimmung sind untersagt.
Der Anbieter übt das Hausrecht aus und kann den Einlass verweigern oder Personen der Veranstaltung verweisen, wenn gegen die Hausordnung oder gesetzliche Bestimmungen verstoßen wird. Es gelten die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes; minderjährige Gäste sind vorab in der Buchungsübersicht zu benennen.
7. Stornierung, Umbuchung und Änderung der Personenzahl
Eine Reduzierung der gebuchten Personenzahl um bis zu 10 % ist bis 21 Tage vor dem Termin kostenfrei möglich. Darüber hinausgehende Stornierungen richten sich nach der folgenden Staffel, jeweils bezogen auf den Gesamtpreis:
| Zeitpunkt des Rücktritts | Pauschale |
|---|---|
| bis 90 Tage vor dem Termin | 10 % |
| 89 bis 30 Tage vorher | 40 % |
| 29 bis 14 Tage vorher | 55 % |
| danach | 85 % |
Die Pauschalen berücksichtigen ersparte Aufwendungen. Dem Kunden bleibt der Nachweis unbenommen, dass ein Schaden nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist; dem Anbieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens unbenommen. Bei einer Absage oder einem Verschulden des Anbieters fällt keine Pauschale an.
Eine Umbuchung auf einen anderen Termin derselben Veranstaltung ist einmalig bis 30 Tage vor dem ursprünglichen Termin nach Verfügbarkeit kostenfrei möglich. Nachbuchungen erfolgen zum jeweils aktuellen Preis, solange Plätze frei sind.
8. Widerrufsrecht
Bei Verträgen über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, für die ein bestimmter Termin vorgesehen ist, besteht kein Widerrufsrecht (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB). Gegenüber Unternehmen besteht ohnehin kein Widerrufsrecht. Weitere Hinweise finden Sie unter Widerruf.
9. Absage, Verlegung und höhere Gewalt
Muss eine Veranstaltung abgesagt werden, wird der gezahlte Betrag vollständig erstattet. Weitergehende Ansprüche bestehen nur bei Verschulden des Anbieters. Wird die Veranstaltung verlegt, behalten die Tickets für den Ersatztermin ihre Gültigkeit; ist die Teilnahme am Ersatztermin unzumutbar, kann der Kunde die Erstattung verlangen.
Bei Ereignissen höherer Gewalt, insbesondere behördlichen Anordnungen, Unwettern oder Versorgungsausfällen, sind beide Seiten von der Leistungspflicht befreit; bereits gezahlte Beträge werden erstattet.
10. Verhaltensregeln, Hausordnung und Jugendschutz
Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen nicht in die Veranstaltung eingebracht werden. Es gelten die Hausordnung des Veranstaltungsortes sowie die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz beim Ausschank alkoholischer Getränke (§ 9 JuSchG).
Der Veranstalter kann während der Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen zu Dokumentationszwecken anfertigen. Auf Aufnahmen wird vor Ort hingewiesen; es besteht eine Widerspruchsmöglichkeit. Eine Nutzung zu Werbezwecken erfolgt nur mit gesonderter Einwilligung der abgebildeten Personen.
11. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, typischen Schaden. Für mitgebrachte Gegenstände außerhalb der bewachten Garderobe wird keine Haftung übernommen.
12. Datenschutz und Gästedaten
Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten stehen in der Datenschutzerklärung. Trägt der Kunde Namen oder Kontaktdaten seiner Gäste in die Buchungsübersicht ein, bleibt er für die Rechtmäßigkeit dieser Verarbeitung verantwortlich und informiert seine Gäste entsprechend.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Hamburg.
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die bei einer Buchung geltende Fassung dieser Bedingungen wird mit Versionsnummer und Zeitpunkt zur Buchung gespeichert. Aktuelle Fassung: ticket-agb-2026-09-08-entwurf.